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Zapfanlage – MPU - Siebträger

Wed 09 November 2016

Die medizinisch-psychologische Untersuchung

Posted by Christina Witcher in Führerschein   

Der Entzug des Führerscheins oder auch ein Fahrverbot über einen bestimmten Zeitraum kommt für viele Autofahrer einer Katastrophe gleich. In Deutschland besteht jedoch laut Verkehrsrecht die Möglichkeit, eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU), im Volksmund auch gerne Idiotentest genannt, zu absolvieren, um den Führerscheinverlust zu umgehen.

In dem nachfolgenden Artikel erfahren Sie, aus welchen Gründen eine MPU gemacht werden sollte und erhalten Tipps für eine erfolgreiche Vorbereitung auf die MPU. Neben der MPU-Vorbereitung gehen wir nachfolgend auch auf die MPU-Kosten sowie auf mögliche Folgen ein, sollte der betreffende Autofahrer bei der MPU durchgefallen sein. Prinzipiell werden Verkehrssünder erst dann zum Idiotentest aufgefordert, wenn sie schwerwiegende Delikte gegen die StVO begangen haben und aufgrund dessen nicht nur mit einem bloßen Bußgeldbescheid davonkommen.

Anlässe für eine MPU

Jemand, der kurz vor einer MPU steht, sollte dies nicht als Schikane betrachten, sondern als eine Möglichkeit, sich sein Fehlverhalten bewusst zu machen und mit dem Idiotentest einen Verlust der Fahrerlaubnis entgegenwirken zu können. Viele Betroffene entwickeln Ängste bei der MPU durchgefallen zu sein beziehungsweise die MPU nicht bestanden zu haben. Doch diese Befürchtungen sind mit einer guten MPU-Vorbereitung zumeist unbegründet, denn laut der Verkehrsbehörde bestehen durchschnittlich mehr als 62 Prozent die MPU beim ersten Mal und können die MPU-Fragen korrekt beantworten. Zumal eine Einladung zur medizinisch-psychologischen Untersuchung nicht grundlos erfolgt, sondern aufgrund von folgenden Verkehrsverstößen gegen die StVO empfohlen wird:

  • Promillefahrten ab 1, 6 Promille Alkohol im Blut (häufigste Ursache: 56%)
  • wiederholte Teilnahme am Straßenverkehr unter Einfluss von Alkohol
  • Drogenkonsum und Medikamentenmissbrauch (Konsum & Besitz)
  • 18 Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei (ab 1. Mai 2014: 8 Punkte in Flensburg)
  • schwerwiegende Straftat im Straßenverkehr (mit Aggressionspotential)
  • geistige oder körperliche Mängel, die zum Führerscheinverlust führen

Prinzipiell schlägt die Führerscheinbehörde jedem eine MPU vor, der sich im Straßenverkehr derartig verkehrswidrig verhalten hat, dass er sich und/oder andere Verkehrsteilnehmer gefährdet. In einem solchem Fall wird dem Verkehrssünder eine Fahreignung abgesprochen und mit dem Entzug des Führerscheins das Fahren eines Kraftfahrzeugs untersagt.

Die Teilnahme an einer MPU ist nicht gesetzlich vorgeschrieben und erfolgt absolut freiwillig. Sie dient lediglich Verkehrsteilnehmer dazu, nach einer bestimmten Sperrfrist, den Führerschein wieder zu erlangen und im Straßenverkehr wieder fahren zu dürfen.

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